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_____________________________________________________________ Aktuelle Ausstellung
"Schiltbrenner, Schwarzlot und Gallati"
Stadtmuseum Wil: Hof zu Wil, Altstadt Ausstellungdauer: Ab August 2010 Öffnungszeiten: Samstag / Sonntag, 14 - 17 Uhr Eintritt frei _____________________________________________________________ Geschichte des Stadtmuseums Im Jahr 1909 wurde auf Initiative des Wiler Verkehrsvereins eine "Alterumsausstellung" im Hof durchgeführt, die einen überwältigenden Erfolg hatte. Nicht dieser Erfolg, sondern schon bei der Idee zur Ausstellung war den Initianten, allen voran Lehrer Ulrich Hilber, Gemeinderat Fritz Hürsch-Senn und Oberst Paul Truniger, die Vorstellung von einem Wiler Ortsmuseum vorgeschwebt. Die Ausstellung war für sie vor allem ein Mittel «bei der Bevölkerung Wils die Freude und das Verständnis für ein ortsgeschichtliches Museum zu wecken und zu fördern und wo möglich den Beweis zu erbringen, dass ein solcher Sammelpunkt nicht nur die Bewohner des eigenen Ortes zu gelegentlichen Besuchen animieren könnte, sondern dass er auch zu einem Anziehungspunkt für Fremde zu werden vermöge».Am 24. Juli 1910 konnte das Stadtmuseum Wil offiziell eröffnet werden. Träger war bis 1919 eine Museumskommission, danach die Ortsbürgergemeinde Wil. Neben der laufend ergänzten Dauerausstellung wurden unzählige Wechselausstellungen durchgeführt. Im Zuge der Renovation des Hofes musste das Stadtmuseum ab 1997 geschlossen werden.Ausstellungen seit 2002 2002 Sonderausstellung Pancratius / Kleid Er Konservatoren Werner Warth (seit 2000) Das neue Stadtmuseum Wil Im Rahmen der Renovation des Gebäudekomplexes Hof wird auch das Stadtmuseum neu gestaltet. Die bisherige Präsentation ist entstanden durch den grossen Erfolg einer Altertumsaustellung im Jahre 1909. Die Ausstellung wurde institutionalisiert, die Ortsbürgergemeinde Wil als Trägerin des damaligen (und auch heutigen) Ortsmuseums gewonnen. Der eher zufällige Charakter der Sammlung zeigte sich auch in der bisherigen Gestaltung. Betont wurde vor allem die Reihe gleichartiger, möglichst alter Gegenstände, die in Vitrinen oder einfach so im Raum plaziert wurden. Fragen nach dem geographischen, sozialen und historischen Umfeld wurden weder gestellt noch beantwortet. Ausgehend von den Tatsachen, dass in den bereits bestehenden Räumen, ohne grosse bauliche Eingriffe und mit einem bescheidenen finanziellen Rahmen bis zur Eröffnung des Hofs auch das Museum neu eingerichtet werden soll, entwickelte eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Stadtarchivar Werner Warth ein Übergangskonzept für das Stadtmuseum Wil. Dieses wurde vom Ortsbürgerrat und der Museumskommission genehmigt und zur Ausführung der Arbeitsgruppe übergeben. Das Übergangskonzept Stadtmuseum Wil Im Ausbaukonzept des Hofs ist in einer späteren Bauphase vorgesehen, auch den 3. Stock, der heute das Museum beherbergt, zu renovieren und das gesamte Stockwerk als Museumsgeschoss zu gestalten. Bis dahin soll das Übergangskonzept als Provisorium das Stadtmuseum zugänglich machen. Dieser zeitlich begrenzte Rahmen einerseits wurde als Chance für eine grundsätzliche Neupräsentation begriffen. Zum anderen ist der Titel ?Stadtmuseum Wil? bereits Konzept, indem darin die bauliche, aber auch die gesellschaftliche Entwicklung der Stadt als Thema erscheint. Wil als «wakkerpreisgekröntes» Gebilde besteht, objektiv betrachtet, heute zum grössten Teil weder bevölkerungsmässig noch baumässig nur in der historischen Altstadt. Vor der Öffnung der Stadt um 1834/35 wies Wil unter 10% der Einwohnerzahl von heute auf, während um 1900 ebenfalls unter 10% des heutigen Häuserbestandes schon erstellt war. Das Konzept für die Neugestaltung des Stadtmuseum beinhaltet zwei Hauptaspekte, nämlich einmal die Entwicklung des räumlichen Umfeldes, des «Lebensraumes Stadt Wil» und zum anderen die Darstellung des Alltags in der baulichen Hülle, in der gearbeitet, geboren und gestorben wird, also das «Leben im Raum Stadt». Zeitlicher Schwerpunkt sind das 19. und 20. Jahrhundert, wobei selbstverständlich zeitlich frühere Bezüge zu den einzelnen Themen ebenfalls gezeigt werden. Aus den über 2‘600 Gegenständen der Sammlung werden bewusst relativ wenige, dafür in Bedeutung für die Stadt umso wichtigere Objekte präsentiert. Es ist selbstverständlich eine der Hauptzielsetzungen, mit einer attraktiven Ausstellung grosse und kleine Besucher und Besucherinnen aus Wil und der Umgebung in das Museum und damit auch in den Hofkomplex zu locken. Wir sind der Überzeugung, dass mit einer zeitgemässen Präsentation und der Möglichkeit, ohne Scheu selber tätig zu werden, Geschichte und ihre Darstellung im wahrsten Sinne des Wortes zu «begreifen», eine hohe Attraktivität erzielt wird. Eine frische Mischung aus Belehrung, sinnlichem Eindruck und klarer grafischer Gestaltung soll damit unter anderem auch ein altbekanntes Ziel, die Identifikation mit dem Ort und seiner Umgebung, in dem «gelebt» wird, vermitteln und festigen. |